Weiberfastnacht oder schmotziger Donnerstag: Alles über den Karnevalsdonnerstag

Weiberfastnacht oder schmotziger Donnerstag: Alles über den Karnevalsdonnerstag

Am letzten Donnerstag der Karneval-Saison feiert man Weiberfastnacht, aber was ist das und wie feiert man sie?

Wann ist Weiberfastnacht?

Weiberfastnacht findet im Rheinland stets am Donnerstag vor Aschermittwoch statt, also am 52. Tag vor dem Ostersonntag. Der frühmöglichste Termin ist der 29. Januar, der spätmöglichste ist der 4. März.  Der Weiberfastnacht 2022 fällt auf den 24. Februar.

Wie feiert man Weiberfastnacht?

In Faschingshochburgen und vor allem im Rheinland gilt Weiberfastnacht als inoffizieller Feiertag. In den meisten Arbeitsplätzen dort wird ab mittags nicht mehr gearbeitet. Ist Weiberfastnacht ein richtiger Feiertag? Der freie Nachmittag geschieht immer aus Kulanz des Arbeitgebers und ist keine gesetzliche Pflicht. Im Unterschied zum Rosenmontag gibt es in der Regel an Weiberfastnacht keine Umzüge, sondern es wird kostümiert in den Kneipen und auf den Straßen gefeiert.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist der Sturm auf das Rathaus ein beliebter Brauch am Karnevalsdonnerstag. Hier übernehmen die Narren symbolisch den Schlüssel zum Rathaus bis zum Aschermittwoch. Der Faschingsdonnerstag ist somit der Beginn des Faschingsendspurts.

Krawattenabschneiden zu Weiberfastnacht

Der wichtigste Brauch ist aber der „Krawattenraub“, bei dem Männern die Krawatte abgeschnitten wird. Im Rheinland werden Männer stets mit einem Küsschen auf die Wange entschädigt.

Das Abschneiden der Krawatte gilt als symbolische Aufhebung der Machtgefälle, zum Beispiel beim Chef oder Schuldirektor. Viele Vorgesetzte in Faschingshochburgen sind sich dessen bewusst und tragen daher eine unliebsame Krawatte an diesem Donnerstag vor dem Aschermittwoch.

Rechtlich ist das Zerschneiden der Krawatte ohne Einverständnis des Trägers aber Eigentumsverletzung, wie vom Amtsgericht Essen entschieden. Dieses Einverständnis wird aber in Karnevalshochburgen von jedem angenommen, der sich am bunten Treiben aktiv beteilig. Es ist immer wieder witzig, über was in Deutschland schon vor Gericht entschieden wurde!

Woher kommt die Weiberfastnacht?

Karneval war für Frauen schon lange eine besondere Zeit. Im Kloster durften sich die Klosterfrauen zu dieser Zeit auch Speisen und Getränke gönnen, die eigentlich untersagt waren, wie zum Beispiel Tee, Kaffee, Wein oder Schokolade. Auch waren Kartenspiele und Tänze erlaubt und wurden genossen. Auch außerhalb des Klosters war es im Mittelalter üblich, dass Damen an Karneval an sogenannten Weiberzechen Wein spendiert bekommen.

Da Karneval in vieler Hinsicht als „verkehrte Welt gefeiert wurde, macht es Sinn, dass sich ein Tag etabliert hat, an dem die Frauen die Rollen der Männer in Kneipen übernehmen.

So wie wir es heute kennen, stammt der Brauch aber aus dem 19. Jahrhundert mit den Wäscherinnen aus dem Bonner Stadtteil Beuel. Der Überlieferung nach hatten diese genug davon, dass sie zu Hause den ganzen Tag Waschen mussten, während ihre Männer nach dem Ausliefern der Wäsche in Kneipen versackt sind zum Karnevalsfeiern. An einem Tag im Jahr bestanden sie auf die

Anerkennung ihrer harten Arbeit. Bis heute wird in Beuel eine Wäscherprinzessin gewählt, um an diese Wäscherinnen zu gedenken.

Was ist mit dem Gumpigen Donnerstag?

Lumpiger Donnerstag, Gumpiger Donnerstag oder Schmutziger Donnerstag, Schmotziger Donnerstag: Ein Fest mit tausend Namen ist dieser Faschingsdonnerstag in schwäbisch-allemanischen Gegenden. Das „Schmotzig“ steht hier nicht für Dreck, sondern für ein altes Wort für „Fett“, da allerlei im Fett gebackenene Backwaren hier gern vertilgt werden. Das sind nicht nur Berliner (regional: Krapfen), sondern auch Quarbällchen oder Küchle aus Hefeteig. Ganz laut dem alten Faschingsreim:

Lustig ist die Fasenacht,

Wenn mei‘ Mutter Küchle backt,

Wenn sie aber keine backt,

Dann pfeif‘ ich auf die Fasenacht

Dieser regionale Brauch ist aber natürlich nicht der einzige. Deutschlandweit gibt sogar noch mehr Wege den Karnevalsdonnerstag zu feiern: Aus dem Rheinland stammt die Weiberfastnacht, auf Kölsch heißt der Tag "Wieverfastelovend". Im Aachener Raum feiert man den Fettdonnerstag und in Koblenz den Schwerdonnerstag.

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